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Privacy by Design

Datenschutz als grundlegendes Designprinzip — Datenschutz wird von Anfang an in Produkte eingebaut statt nachträglich ergänzt.

Privacy by Design ist ein Datenschutzprinzip das fordert, Datenschutz von Anfang an in die Entwicklung von Produkten und Prozessen einzubauen — nicht erst nachträglich als Add-on. Die DSGVO hat Privacy by Design als verpflichtendes Prinzip verankert (Art. 25).

In der Praxis bedeutet das für KI-Tools: Datensparsamkeit (nur Daten erheben die wirklich benötigt werden), Verschlüsselung by default, automatische Löschung nach definierten Zeiträumen, und minimale Zugriffsrechte (nur wer die Daten braucht bekommt Zugriff).

Ein konkretes Beispiel: Ein Meeting-Transkriptions-Tool das Privacy by Design implementiert speichert keine Audio-Aufnahmen nach der Transkription, bietet lokale Verarbeitung an, und löscht Transkripte nach 30 Tagen automatisch.

Für Unternehmen die selbst KI-Tools entwickeln oder anpassen ist Privacy by Design Pflicht. Für Nutzer die KI-Tools auswählen ist es ein gutes Qualitätssignal: Tools die Privacy by Design propagieren nehmen Datenschutz ernst und sind wahrscheinlich DSGVO-konformer als solche die Datenschutz nachträglich "draufpflastern".

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