Fine-Tuning
Fine-Tuning bezeichnet den Prozess, ein bereits trainiertes KI-Modell (z.B. GPT-4 oder LLaMA) auf einem kleineren, spezifischeren Datensatz weiterzutrainieren. Das Ziel: Das Modell an eine bestimmte Aufgabe, Sprache, Branche oder Schreibstil anzupassen.
Ein praktisches Beispiel: Ein Unternehmen fine-tuned ein Sprachmodell auf seinen eigenen Kundensupport-Tickets und FAQ-Dokumenten. Das Ergebnis ist ein Chatbot der exakt im Tonfall des Unternehmens antwortet, die eigenen Produkte kennt und branchenspezifischen Jargon versteht — deutlich besser als ein generisches Modell.
Fine-Tuning ist teurer und technisch aufwendiger als einfaches Prompten, liefert aber bei spezialisierten Aufgaben oft bessere Ergebnisse. Für die meisten Anwendungsfälle sind heute RAG (Retrieval Augmented Generation) oder gutes Prompt Engineering ausreichend — Fine-Tuning lohnt sich vor allem wenn du ein Modell auf einen sehr spezifischen Stil oder ein sehr spezialisiertes Wissensgebiet optimieren willst.
Bekannte Plattformen für Fine-Tuning: OpenAI bietet Fine-Tuning für GPT-3.5 und GPT-4o an, Hugging Face ist die Plattform für Open-Source-Modelle.