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Datenweitergabe an Dritte

Wenn ein KI-Anbieter eure Daten an Partnerunternehmen, Subunternehmer oder für Training weitergibt.

Datenweitergabe an Dritte bezeichnet den Vorgang wenn ein KI-Tool die Daten seiner Nutzer an andere Unternehmen weitergibt oder für eigene Zwecke (z.B. Modell-Training) verwendet.

Dieser Aspekt ist für Unternehmer besonders kritisch: Viele kostenlose KI-Tools finanzieren sich teilweise dadurch, eingegebene Daten für das Training ihrer Modelle zu nutzen. Das heißt: Wenn ihr vertrauliche Informationen, Kundendaten oder interne Dokumente in ein solches Tool eingebt, können diese Daten möglicherweise in zukünftige Modell-Versionen einfließen.

Wie schützt man sich? Erstens: Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung des Tools lesen — insbesondere den Abschnitt zu "Training Data" oder "Data Usage". Zweitens: Opt-out-Möglichkeiten nutzen (viele Anbieter ermöglichen dies für zahlende Kunden). Drittens: Für besonders sensible Daten nur Tools mit expliziter "No Training on User Data"-Richtlinie nutzen.

Bekannte Beispiele: OpenAI (ChatGPT) nutzt standardmäßig keine API-Daten für Training, aber Web-Interface-Nutzer ohne Opt-out potenziell schon. Anthropic (Claude) gibt an, keine Konversationen für Training ohne explizite Zustimmung zu nutzen.

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